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Der Mauna Kea – Mit 4205 m der höchste Berg Hawaii’s

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Der Vulkan Mauna Kea (zuletzt vor ca. 4600 Jahren ausgebrochen) ist mit 4205 m der höchste Berg Hawaiis. Rechnet man die Höhe unter dem Meeresspiegel hinzu, ist der Berg mit 10100 m der höchste Berg der Welt und übertrifft somit sogar den Mount Everest mit seinen 8848 m.

Der Mauna Kea (hawaiianisch „weißer Berg“) ist für die Hawaiianer ein heiliger Ort, was für einige Probleme bei der Errichtung des Mauna-Kea-Observatoriums sorgte und weiterhin für Gesprächsbedarf bei dessen Ausbau sorgt. Das Observatorium – eines der bedeutendsten Observatorien unserer Zeit, das u.a. das W. M. Keck Observatory beinhaltet – wird hier von insgesamt 11 Nationen aus aller Welt betrieben, da die Lage auf dem Mauna Kea die besten Bedingungen weltweit bietet. Die Luft ist extrem trocken und sehr dünn (Voraussetzung für die Infrarotastronomie), die Teleskope liegen fast das ganze Jahr über der Wolkendecke, es gibt so gut wie keine Luftverwirbelungen und auch kein Umgebungslicht.

Für Besucher ist der Gipfel des Berges seit 1964 mehr oder weniger gut erreichbar. Bis zu einer Höhe von 2800 m – auf der die Mauna Kea Visitor Information Station liegt – ist die Mauna Kea Access Road, die von der Saddle Road abgeht, geteert. Danach geht es für ca. 4,5 Meilen unbefestigt und teilweise recht steil weiter, bevor die Straße wieder befestigt ist. Eben wegen diesem unbefestigten Teilstück, das direkt hinter der Mauna Kea Visitor Information Station beginnt, wird überall dringenst empfohlen, ab hier nur mit 4-Rad Antrieb weiterzufahren. Bei fast allen Mietwagenfirmen ist es verboten, diese Straße zu befahren. Selbst mit Wagen mit 4-Rad Antrieb. Wieso das so ist, wird einem in der Visitor Information Station eindrucksvoll anhand verschiedener Bilder von Fahrzeugen, die sich überschlagen haben gezeigt. Einen Autovermieter, der Fahrten auf den Mauna Kea dennoch zulässt und Wagen mit 4-Rad Antrieb vermietet, findet man hier.

Vieles ist allerdings auch Panikmache, bzw. übertrieben oder zielt auf Fahranfänger oder solche, die diesen Status nie verlassen haben / werden ab. Trotz aller Warnungen kommt man mit einiger Erfahrung und einem SUV (z.B. Ford Escape) auch auf den Gipfel (dann natürlich ohne Versicherungsschutz…). Bei Schnee würde ich allerdings auch davon komplett abraten. Bei gutem Wetter hat man selbst Kleinwagen oben stehen sehen. Die Gefahr, die aber definitiv besteht, ist eine Überhitzung der Bremsen beim Weg nach unten. Hier sollte man in einem möglichst kleinen Gang fahren und die Motorbremse nutzen um die Bremsen zu schonen. Ansonsten endet man wie auf den Bildern in der Visitor Information Station. Wer sich nicht selbst hier hoch traut, kann auch auf kommerzielle Touren verschiedener Anbieter zurückgreifen, die bei ca. $200 liegen.

Der Ausblick vom Gipfel (man sollte sich unbedingt warm anziehen!) ist wirklich unbezahlbar, sodass sich die Tour selbst zu diesem Preis lohnt. Über den Wolken zu stehen und zu sehen, wie die Sonne untergeht ist ein Anblick, den man nicht allzu häufig bekommen wird und den ich sicherlich nicht vergessen werde.

In der Mauna Kea Visitor Information Station auf 2800 m sollte man auf dem Weg nach oben übrigens einen mindestens 30-minütigen Stopp einlegen, um sich an die Höhe zu gewöhnen, bevor man weiter auf den Gipfel fährt. Immerhin hat man auf dem Gipfel nur noch 60% des Sauerstoffgehalts, den man normalerweise auf Meeresspiegelhöhe hat. Ein Drittel aller Besucher des Gipfels, sowie zwei Drittel der Astronomen, die im Observatorium arbeiten, haben Anzeichen der Höhenkrankheit gezeigt. Durch die Pause auf 2800 m kann man sich zumindest etwas an die Höhe gewöhnen, bevor es weitergeht. Auch die Touren der verschiedenen Veranstalter legen hier eine längere Pause ein.

Schwangeren, Menschen mit Herzproblemen, sowie Personen unter 16 Jahren wird zudem geraten nicht höher als bis zur Visitor Information Station aufzusteigen. Eine Tour hier hin lohnt sich aber auch so, denn das ganze Jahr über kann man hier zwischen 18 und 22 Uhr am kostenlos angebotenen Star Gazing Program teilnehmen, bei dem man nicht nur durch verschiedene Teleskope Sterne und Planeten beobachten, sondern auch in einem interessanten Vortrag unter einem unfassbar klaren Sternenhimmel jede Menge lernen kann. Einen Sternenhimmel wie hier hat man höchstwahrscheinlich noch nie in seinem Leben zuvor gesehen. Alleine zu sehen, wie klar die Milchstraße mit bloßen Augen zu erkennen ist und sich am Himmel entlang zieht, ist diesen Besuch wert.



Wer hier schreibt

Es geht wieder rum! Während meiner 2. Weltreise schreibe ich hier über meine Erfahrungen und Erlebnisse dieser 6-monatigen Tour, die mich - neben ein paar neuen Zielen - zurück an viele Orte bringt, die ich unbedingt nochmal besuchen möchte.

2 Kommentare

  1. Hallo Snaddi,
    ein schöner Bericht, das meiste haben wir so ähnlich auch erlebt. Allerdings fühlten wir uns doch besser, einen Jeep Wrangler mit Allradantrieb zu haben und keinen normalen SUV. Inzwischen ist es übrigens verboten, ohne Allrad hochzufahren, ein entsprechendes Schild weist vor dem Beginn der Schotterstraße darauf hin!
    Das Stargazing-Programm fanden wir auch ganz toll!
    Hier unser Bericht zum Mauna Kea: http://willkommenfernweh.de/mauna-kea-sonnenuntergang-stargazing/

  2. Sehr schöne Bilder!!! Das mit dem Fahren kann ich bestätigen; eigentlich ist es halb so schlimm, wenn man einen niederen Gang nimmt und runter die Motorbremse nutzt.
    Und der Blick lohnt sich

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