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River Surfing – Ohne Boot einem Wildwasserfluß ausgesetzt sein

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Von River Surfing habe ich in Queenstown ebenso zum ersten Mal etwas gehört, wie von Canyoning und paar anderen Sachen. Hörte sich auf jeden Fall gut an und da ich meine ToDo-Liste vorher bereits abgearbeitet und noch ein paar Tage Zeit hatte, habe ich es einfach mal probiert.

Wie schon beim Whitewater Rafting, ging es auch hier per Bus zum Ausgangsort, der keine 30 Minuten entfernt von Queenstown lag. Vor Ort angekommen gab es wieder die obligatorische Ausrüstung bestehend aus Helm, Schwimmweste, Neo und Flossen.

Unsere Gruppe bestand aus 8 Personen. Mir, 2 Australiern und 5 Japanern. Nach einer Einweisung ging es direkt ins Wasser. Zunächst in einen ruhigen Bereich, in dem wir uns an das Board gewöhnen konnten auf dem wir halb lagen und nochmal die Kommandos per Handzeichen erklärt bekamen. Direkt danach ging es dann los. Leider – es ist irgendwie bei vielen Touren das gleiche – gerieten 2 der Japaner direkt in Panik und eine zudem in Schockstarre. Recht ungünstig in dieser Situation. Eine unserer beiden Guides war daher auf der kompletten Strecke mit diesen beiden Personen beschäftigt und hatte teilweise Mühe, sie durch die Fluten zu manövrieren, was verständlich ist, wenn man 2 Personen festhalten muss. Für mich war die Tour daher an Langeweile nicht zu überbieten und ich konnte nur gelangweilt den Fluß runtertreiben und mir die beiden – vermutlich auch noch Nichtschwimmer – angucken und mit dem Kopf schütteln.

Glücklicherweise wird der ca. 6km lange Abschnitt 2x in Angriff genommen. Beim 2. Durchgang waren wir dann nur noch zu dritt. Plus die beiden Guides. Die eine kümmerte sich um die beiden anderen (ein Japaner und ein Australier) und ich hatte meinen eigenen Guide. Dieser 2. Durchgang wurde dadurch zum exakten Gegenteil des 1. Durchgangs. Auf die Fragen, ob ich eine extreme Linie durch den Fluß nehmen möchte und hier und da etwas „probieren“ möchte, sagte ich natürlich nicht nein. …was zu einem ganz schönen Thrill wurde.

Zunächst kam die Frage, ob ich die harte Linie in den Maneater – eine Welle, die alles runterzieht – nehmen möchte. Das tat ich dann auch und wurde doch etwas überrascht, als ich plötzlich unter einer riesigen Welle begraben und nach unten gezogen wurde. Mein Board war direkt weg und ich hatte Mühe wieder an die Oberfläche zu kommen. Viel hat nicht mehr gefehlt, bevor mir die Luft ausging, aber im letzten Moment wurde ich dann doch wieder ausgespuckt und fand auch mein Board recht schnell wieder.

Weiter ging es in mehreren Wellen, die rückwärts angesteuert wurden, in denen man dann auf dem Board liegend surfen konnte.

Anschließend – in einem ruhigeren Stück – fragte mich unser Guide, ob ich Lust hätte in 2 Strömungen zu tauchen, die gleich kommen würden. Nach kurzer Rückfrage, wie lange ich unter Wasser bleibe, war die Antwort natürlich wieder ja. Dieses Mal übernahm er vorher mein Board und zeigte mir, wo ich hinschwimmen musste. Dort angekommen, sah das Wasser aus, als wenn es in eine Felsspalte fließt. Von links und rechts verschwand das Wasser in der Mitte einfach in der Tiefe. An dem Punkt angekommen bleibt einem dann auch keine andere Wahl mehr. Ob man will oder nicht. Mit etwas mehr Luft ausgestattet als vorher ging es also wieder in die Tiefe, bevor ich 10 – 12 Meter später wieder ausgespuckt wurde. Auch dieses Mal war es gefühlt sehr knapp und ich will nicht wissen, wie tief es runterging.

Zum Abschluß hielten wir noch an einer 6m hohen Klippe an, von der aus wir ins Wasser springen konnten, was neben mir auch der Australier getan hat. Im Vergleich zum ersten Durchgang war der Zweite um Welten besser und hat die „versaute“ Tour beim 1. Mal mehr als entschädigt.

Wer hier schreibt

Es geht wieder rum! Während meiner 2. Weltreise schreibe ich hier über meine Erfahrungen und Erlebnisse dieser 6-monatigen Tour, die mich - neben ein paar neuen Zielen - zurück an viele Orte bringt, die ich unbedingt nochmal besuchen möchte.

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